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FAQs zu PRINZ OPTICS

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Sind die angebotenen tauchbeschichteten Filter (Sol-Gel-Verfahren) auch für abbildende Strahlengänge geeignet?

In der Regel nicht, da es durch die beidseitige Interferenzbeschichtung zu Doppelbildern kommen kann. Dies gilt insbesondere für Wärmereflexionsfilter, Kaltlichtspiegel, Konversionsfilter und Farbeffektfilter, die vorwiegend in Beleuchtungsstrahlengängen verwendet werden.

Achromatische Strahlteiler (Teleprompter, 3D-Filmen) und entspiegelte Gläser (Displays, Schutzscheiben, Laserabschlussgläser) können aber bei Verwendung entsprechender Substrate durchaus in abbildenden Strahlengängen verwendet werden.

Welche Widerstandsfähigkeit haben tauchbeschichtete Filter?

Tauchbeschichtete Filter haben harte Schichten (hard coatings), die bei hohen Temperaturen (480°C) eingebrannt werden und rein anorganisch sind.
Sie sind dementsprechend kurzzeitig bei Temperaturen bis zu 450°C einsetzbar (Achtung auf die Temperaturfestigkeit des Substrats achten!) und absolut UV-stabil.
Sie sind kurzzeitig beständig gegen Wasser, schwache Säuren und Laugen, Alkohol und alkoholische Lösungsmittel sowie Glasreiniger.
Sie bestehen festgelegte Tests für Abriebfestigkeit, Haftfestigkeit und Feuchtigkeitsbeständigkeit.
Aufgrund der geringen Schichtdicken (100 nm bis ca. 1 µm) können Beschichtungen aber mechanisch immer angegriffen oder zerstört werden.

Wie wirken Interferenzbeschichtungen?

Es werden Schichten unterschiedlicher dielektrischer (optisch durchsichtiger) Materialien (Siliziumdioxid, Titandioxid u.a.) auf das Substrat aufgebracht. Das auftreffende Licht wird aufgrund der unterschiedlich hohen Brechungsindizes der Beschichtungsmaterialien in Abhängigkeit der Wellenlänge reflektiert oder transmittiert (Interferenzeffekt). Durch Steuerung der Schichtdicken und durch die Anzahl der Beschichtungen kann die optische Wirkung sehr genau festgelegt werden.

Für welche Wellenlängenbereiche gibt es tauchbeschichtete Filter?

Prinzipiell werden tauchbeschichtete Filter für den Bereich von ca. 200 nm bis ca. 1700 nm hergestellt. Die meisten Filter wirken im sichtbaren Bereich (380 nm bis 780 nm), es gibt aber auch spezielle Filter für den UV-Bereich (200 nm bis 380 nm, z.B. UV-Reflektoren) oder für den NIR-Bereich (780 nm bis 1700 nm). Das Absorptionsverhalten im UV kann durch die Wahl der Beschichtungsmaterialien beeinflusst werden.

Können Interferenzfilter miteinander kombiniert werden?

Aufgrund der im Allgemeinen verschwindend geringen Absorption von Interferenzfiltern eignen sich diese gut zur Kombination miteinander, z.B. können verschiedene Farben miteinander kombiniert werden, um weitere Farben zu erzielen oder ein entspiegeltes Schutzglas kann zusammen mit einem wärmereflektierenden IR-Filter eingesetzt werden.

Was unterscheidet tauchbeschichtete Filter von vakuumbeschichteten Filtern?

Das Tauchbeschichten ist eine Variante von vielen Möglichkeiten der Aufbringung dünner dielektrischer Schichten auf Glas. Das Wirkprinzip der aufgebrachten Schichten ist das gleiche wie bei vakuumbeschichteten Filtern.
Im Tauchbeschichten ist es einfacher, große Flächen gleichmäßig zu beschichten, Standardabmessungen sind 1080 x 800 mm Nettofläche.
Allerdings ist das Tauchbeschichten auf die Aufbringung von ca. 20 Schichten limitiert, was damit auch die Einengung einer optischen Spezifikation limitiert. So können z.B. keine Bandenfilter hergestellt werden, die deutlich mehr als 20 Einzelschichten benötigen.
Tauchbeschichtete Filter sind normalerweise immer auf beiden Seiten des Substrats (gleich) beschichtet. Unterschiedliche Beschichtungen auf beiden Seiten können nur über Maskierungen / Ätzprozesse dargestellt werden.